Erledigt: Grundkursteam stellen

Badeanstalt Nord - Grundkurs 2011

Die erste von vielen Aufgaben wurde erfolgreich erledigt: alle Mitglieder von “Plan C – Stars in der Manege” befanden sich im Team des Grundkurs Nord 2011 des Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) e.V.. Der Grundkurs fand vom 23. April bis 01. Mai 2011 in Kahlenberg an der Kieler Förde statt und ist ein Ausbildungskurs für Jugendgruppenleiter. Von der Durchführung des Kurses berichtet das hier veröffentlichte Tagebuch das Bademeisters Paul.

Während andere Teams der Drei-Jahres Competition nicht oder nur durch ihren Namen in Erscheinung treten, schafft “Plan C” vollendete Tatsachen und erledigt eine Aufgabe nach der anderen. Der Weg zum Sieg ist zwar noch lang, doch wir sind sehr zuversichtlich.

Zirkus der Geilheit - alle Lichter sind aus

Zirkus der Geilheit - die Lichter sind immer noch aus.

Pauls Tagebuch berichtet aus der Badeanstalt Nord

22.04.2011
Liebes Tagebuch,

Pommes

Pauls Leibspeise: Pommes frites.

massig Sonne und quasi subtropische Temperaturen. Juhu! Mein Wetter. Morgen ist es Zeit, die Pforten der Badeanstalt Nord in Kahlenberg an der Strandpromenade der Kieler Förde zu öffnen und den ganzen Nichtschwimmern die ersten Kraulübungen zu zeigen. Heute reisten dazu die besten Bademeister aus ganz Norddeutschland an. Ich war gespannt, ihr guter Ruf eilte ihnen zwar voraus, dennoch hatte ich Angst, dass der ein oder andere Sesselpupser dabei sein könnte. Vor wenigen Wochen stand noch im SPIEGEL, dass sich irgendwelche Bürohengste Bademeisterausbildungsbescheinigungen gesetzwidrig gekauft hätten. Aber meine Angst war unbegründet. Alles klasse Bademeister, ganz nach bester Baywatchmanier. In hautengen Badeklamotten und nur mit Rettungsbojen unterwegs liefen sie im Sprint vom Kieler Hauptbahnhof zur Badeanstalt. Diese Ausdauer müssen echte Bademeister vorweisen können. Zur Stärkung gab es danach natürlich erst mal Pommes Schranke. Ich zieh jetzt die Badelatschen aus und schlaf unter meinem großen Handtuch. Bis morgen,

Paul

23.04.2011
Liebes Tagebuch,

nachdem ich meine morgendlichen Schwimmübungen zwischen den Containerschiffen in der Kieler Förde mit Bravour absolviert hatte, kamen die jungen Frauen und Männer des Ausbildungskurses endlich an. Sie kamen aus den verschiedensten Kreisen Norddeutschlands und hatten ebenso die verschiedensten Kenntnisse. Einige kannten den Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser, andere wussten in gefrorenem Wasser kann man nicht schwimmen. Ich teilte sie entsprechend ihres bisherigen Wissens in drei Gruppen ein. Rote Anfänger, gelb-blaue Anfänger und grüne Anfänger. Um erst mal zu zeigen, wer Herr im Hause ist, prollte ich mit den anderen Bademeistern rum und erklärte nebenbei die Regeln der Badeanstalt. „Nicht vom Beckenrand pinkeln!“ Bademeister sein bedeutet im Jahre 2011 nicht mehr “Weiber, saufen, Leben retten”, sondern ist viel komplexer. Das müssen einige meiner Kollegen aber noch lernen.

El Paulo

24.04.2011
Liebes Tagebuch,

Osterhase

Schnappschuss vom Osterhasen.

du wirst es nicht glauben, aber der Kiosk servierte heute lecker lecker Nudeln in Käse-Lachs-Sahne-Soße. Unter einem Vorwand schlich ich mich nach dem Imbiss in die Küche und leckte die Töpfe aus.

Oh und ich hab den Osterhasen gesehen. Als wir uns morgens vor der ersten Runde Schwimmen aufwärmten, hoppelte er um das Umkleidehäuschen herum. Was für ein seltener und prachtvoller Anblick.

Paulo

25.04.2011
Liebes Tagebuch,

ich kann nicht oft genug unsere oberste Bademeisterregel betonen: Nicht vom Beckenrand pinkeln!

Jan-Paul

26.04.2011
Liebes Tagebuch,

heute war es sehr sehr nervig. Vermeintliche Schiffbrüchige wurden nach Sonnenuntergang am Strand angespült. Statt sich sofort zur Wasserschutzpolizei zu begeben, betranken sie sich. Unangenehm fiel dieser jamaikanisch angezogene Freak auf. Während ich den Sprungturm polierte hörte und sah ich vom Zehn-Meter-Brett, was sich dort am Strand abspielte. Ein Saufgelage mit Tanz. Ich konnte es nicht ganz erkennen, aber es sah so aus, als ob der „Jamaikaner“ mit einem Besenstiel den sogenannten Lockenwicklertrick durchführte. Vor Schreck pinkelte ich vom Turm in das Becken. Aber psssssst! Außer dir weiß keiner davon, also schweige. Irgendwann war der Spuk vorbei. Merkwürdig, dass es genau heute passierte. Die Teilnehmenden des Ausbildungskurses waren nämlich eine Nacht auswärts, um eine Schwimmflügelproduktionsstätte zu besichtigen.

Luap

27.04.2011
Liebes Tagebuch,

die Bademeister haben einen glorreichen Sieg im Fußball gegen die Teilnehmenden erzielt! Wie vorhergesagt zogen wir sie so richtig ab. Das einzige Tor fingen wir uns ein, weil ich vor lauter Langeweile aus dem Tor ging und mir einen Kaffee zubereitete. Wer hätte denn damit rechnen können, dass diese Planschbeckentaucher mal in Ballbesitz kommen?!

Paule

28.04.2011
Liebes Tagebuch,

als wäre die gnadenlose Hitze nicht genug, seit Tagen weht kein einziger Lufthauch. Ich befinde zu 90 Prozent des Tages im Wasser, um wenigstens etwas Erfrischung zu finden. Es fällt mir schwer im Wasser zu schreiben, deswegen lass ich es.

Bis später

Paul

29.04.2011
Liebes Tagebuch,

du wirst es nicht glauben. Es gab prominenten Besuch. Zwei Mitglieder der Bundes-Bademeisterleitung kamen zum Forum und hörten sich dort an, was die Teilnehmenden alles gelernt haben: Schwimmflügel aufblasen, Kraulen, Tauchen, Ringe aus dem Wasser holen und letztenendes sogar Schwimmen. Nachdem gestern Abend überraschend der ehemalige Bundes-Bademeister Moses, bekannt für den Bau einer neuen Umkleidekabine, zum Pokerabend auftauchte, stellte dies wohl die wichtigste Würdigung meiner Arbeit dar. Ich bin überglücklich und schwimme gleich noch 50 Bahnen.

Baul

Paul schwimmt in der Kieler Förde.

Paul schwimmt in der Kieler Förde zwischen Containerschiffen.

30.04.2011
Liebes Tagebuch,

da lassen wir den Teilnehmenden mal freie Hand und schon feiern sie eine Ballermann-Beach-Party mit Speed-Dating, einer komplizierten Ballsportart statt Beach-Volleyball und reichhaltigem Buffet. Zum Glück gab es keinen Alkohol und alle haben die Regel beachtet, nicht mit vollem Bauch ins Wasser zu gehen.
Ach morgen ist es schon vorbei. Fast alle haben ihre Koffer gepackt und kritzeln sich da gegenseitig Schwimmabzeichen rauf. Von mir gab es für jeden das Seepferdchen, denn die Teilnehmenden haben es tatsächlich gepackt. Gratulation! So gut habe ich noch nie einen Schwimmkurs geleitet.

Paul

01.05.2011
Liebes Tagebuch,

die Becken wurden sauber gemacht, die Filter erneuert, Chlor nachgefüllt, der Kurs ist aus. Alle Teilnehmenden sind auf dem Heimweg und werden dort überglücklich ihre neuen Fähigkeiten austesten können. Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Letzteres von einem kleinen Zwischenfall beim Chlor nachfüllen. Gleich werde ich noch die letzten Pommes essen und mich dann wieder auf zu neuen Abenteuern machen. Hab gehört, David Hasselhoff will mit mir in Malibu eine Fortsetzung von Baywatch drehen.

Tschö mit ö, Paul

02.05.2011
Paul,

da staunst du, hier stehen von mir geschriebene Wörter. Weißt du was? Du stinkst, nervst und bist ein schlechter Schwimmer! Jeden Abend fasst du mich mit deinen fettigen Fingern an und legst mich auf deinen dicken Pommesbauch. Und dann schreibst du dreisten Lügen in mich. Nein, nein, nein! Ich kann das nicht mehr ertragen. Von wegen Bademeister! Du stehst nur am Beckenrand und schaust dir die ganzen Bikinischönheiten an. Das ist so armselig. Wenn du dies hier liest, habe ich bereits angefangen zu schimmeln. Nenn es meinetwegen Selbstmord. Aber vielleicht schaffst du es so dich mal zum Schwimmpferdchen durchzuringen. Beweg dich! Und wehe du pinkelst noch einmal vom Beckenrand!

Adieu und auf Nimmerwiedersehen

Dein Tagebuch

Joni in Libyen

Es war von Anfang an klar, dass Joni jede Aufgabe ernst nimmt. Jetzt ist er seit mehreren Wochen in Libyen und berichtet von dort für den SPIEGEL aus dem umkämpften Land. Noch ist nicht ganz klar, ob er versucht die Aufgabe zu erfüllen, einen arabischen Diktator zu beerben oder sich einfach nur einen Ruf als berühmter Kriegsberichterstatter machen möchte.

Free Libya!

Ein Mitglied der Rebellen in Libyen.

Nach den Stürzen der Diktatoren in Tunesien und Ägypten erstarkten auch seit Ende Februar 2011 die Unruhen in Libyen gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Egal ob Joni die Nachfolge von Gaddafi antritt oder hier den Grundstein für die Machtübernahme in einem anderen arabischen Land legt, seine Berichte im SPIEGEL sind sehr lesenswert. Besonders bemerkenswert ist diese Fotostrecke mit künstlerisch inspirierten Fotos aus Libyen. Eine qualitative Aufwertung für den SPIEGEL.

Joni ist Mitglied der Gruppe Zirkus der Geilheit, die die Drei-Jahres-Competition angeregt hatte. Der Legende nach ließ er nicht nur in der halben Welt Hinterlassenschaften zurück, sondern trampte auch von Deutschland nach Indien.

Joni, alles Gute, komm heil und gesund aus der Sache raus!

Foto: americanistadechiapas // CC BY 2.0

Wieso der Name “Plan C – Stars in der Manege”?

Der Name “Plan C – Stars in der Manege” hat einen hohen Symbolgehalt. Mehrere Interpretationsansätze helfen, die Namensgebung zu verstehen.

Eine schwierige Aufgabe steht an. Klappt der erste Weg der Problemlösung nicht, gibt es in der Regel immer einen “Plan B” in der Hinterhand.  Doch meist ist der “Plan B” schwieriger als der direkte Weg oder aber es ist eine unkonventionelle oder gefährliche Lösung. Oft ist die aber einfach nur schlechter als alle anderen Möglichkeiten. Hier kommt “Plan C” ins Spiel. Es ist der Geheimplan zur Lösung aller Probleme. Unkonventionell, unkompliziert, ungefährlich, einfach und so simpel, dass niemand drauf kommt. Ein Plan zur Erfüllung aller Aufgaben.

Geschreddertes Geheimpapier

Der Plan B hat versagt und wurde geschreddert. Keiner weiß weiter. Gut, dass es noch "Plan C" gibt.

Außerdem steht das “C” für viele Eigenschaften, die den Mitgliedern von “Plan C – Stars in der Manege” zugeschrieben werden. Immer wieder fallen folgende Wörter, wenn über “Plan C” geredet wird: creativ, competent, cool, crass, charmant, charakterstark, charismatisch, chiffriert, chic, couragiert, compromisslos, calculiert und consequent.

Der Beiname “Stars in der Manege” ist eine direkte Antwort auf die Herausforderung des “Zirkus der Geilheit“*[1]. Ein Zirkus kann noch so vor “Geilheit” strotzen, doch ohne Stars in der Manege kommt kein Publikum. Die Stars sind das Salz in der Suppe. Der Zirkus ist nur die Hülle. Auch auf anderen Manegen bleiben die Stars immer Stars.

Plan C – Stars in der Manege” sind also die Problemlöser mit wahrlich starken Eigenschaften. Ohne sie funktioniert nichts, ja selbst das Nichts könnte nicht ohne sie bestehen.

Anmerkungen:
[1]: Mit “Geilheit” wird in diesem Zusammenhang nicht die sexuelle Erregung, sondern ein für die Mitglieder dieser Gruppe unerreichbarer Zustand der Coolness gemeint.

Foto: DaveBleasdale // CC BY 2.0

Drei-Jahres-Competition

Wir wollen geiler*[1] werden!” So oder ähnlich muss es damals geklungen haben. Eines Tages im Herbst 2010 lagen vier alte Herren verkartert und depressiv, da sie in ihrem jämmerlichem Leben bisher noch nichts erreicht hatten, im Zelt und überlegten sich, wie sie sich innerhalb von drei Jahren einen Minimalruf aufbauen könnten. So kamen sie auf die Idee der Drei-Jahres-Competition. Doch bevor die Idee ausformuliert werden sollte, musste ein Gruppenname her. In einem Anflug postpubertärem Gehabes nannten sie sich “Zirkus der Geilheit“.

Zirkus

Schon lange sind die Lichter aus im Zirkus.

Kleines Detail: ihre erste Idee, sich “Zirkus der Geizigkeit” zu nennen, weil Geiz bekanntlich ja geil ist, fiel auf Grund von drohenden Rechtsstreitigkeiten mit einem Elektronikkonzern unter den Tisch. Schon wieder verloren, bevor der Wettkampf überhaupt offiziell los ging.

Die Teams

In ihrem Übermut forderten sie Feinde, Freunde und Gönner heraus. Darunter auch die erfolgreichsten Menschen die sie kannten, die Mitglieder von “Plan C“. Den Namen “Plan C – Stars in der Manege” gab sich die Gruppe, um zu zeigen, dass ein Zirkus nur so viel wert ist wie die Stars in der Manege. Ein schönes Zelt allein reicht nicht aus. Clowns, Artisten und Elefanten sorgen aber für Besucher und Begeisterung.

Mann mit Oberlippenflaum

Der Oberlippenflaum sprießt.

Damit der “Zirkus der Geilheit” nicht die einzigen sind, die während dieser Competition gedemütigt werden, holten sie noch andere Gruppen ins Boot. Für den Gemütszustand dieser leicht bezwingbaren Gruppen fehlt im Deutschen ein beschreibendes Wort. Die Gruppennamen sagen aber schon viel. Es kamen einzig die “Männer mit Flaum” aka “Männer mit Pflaumen” und die bisher namenlose Autonomengruppe, die wir hier nur liebevoll den “linken Wursthaarblock” nennen wollen, in Frage. Eines ist aber jetzt schon klar. In einem Anflug von Größenwahn unterschätzte der “Zirkus der Geilheit” seine Gegner. Der Aussage “Ihr werdet nie ein Team auf die Beine stellen” folgte prompt die Anmeldung von “Plan C.

Worum geht es?

Bei der Drei-Jahres-Competition geht es darum, bis zum 31.12.2013 die meisten vorher selbst gestellten Aufgaben zu erfüllen. Dazu müssen sich die Teilnehmenden in Gruppen zu vier Personen zusammen finden. Je nach Aufgabenstellung können die Aufgaben nur von einer Person aus der Gruppe oder müssen von allen Mitgliedern erfüllt werden. Wichtig ist vor allem, die meisten Aufgaben möglichst kreativ zu erfüllen. Der Gewinner hat dann gewonnen und darf sich ewig damit rühmen. Zur Aufgabenfindung wurde eine Online ToDo-Liste eingerichtet. Nur Teilnehmende können dort Aufgaben einreichen. Eine drei Beispiel der bisher eingereichten Aufgaben:

  1. innerhalb einer Woche 2.000 Euro verdienen
  2. einen arabischen Diktator beerben
  3. das Leben eines Menschen ändern

Einige Aufgaben sind einfach, andere schwer, einige ohne Vorbereitung erfüllbar, andere erfordern große Geheimhaltung und Vorbereitung. Aus diesem Grund werden die Aufgaben erst nach Erfüllung veröffentlicht und nicht vorher. Andersrum könnte es sonst einige unangenehme Folgen haben oder die Erfüllung unmöglich machen.

Stars in der Manege

Jubel und Begeisterung: Stars in der Manege am Start.

Wir vom Team “Plan C” haben uns dazu entschlossen, die Aufgabenerfüllung per Foto, Text und eventuell Video auf dieser Website zu dokumentieren.  Bewertet unsere Aufgabenerfüllung, kommentiert, gebt uns Anregungen, huldigt oder ahmt nach!

Natürlich könnte man dieses ganze Spiel pädagogisch, psychologisch oder wie auch immer begründen, wollen wir aber nicht und überlassen es nachfolgenden Generationen. Es geht für uns schließlich um den Wettbewerb und die Bestätigung, dass wir die beste Gruppe sind.

Die Competition ist eröffnet!

Anmerkungen:
[1]: Mit “geil” meinten sie in diesem Zusammenhang nicht die sexuelle Erregung, sondern einen Zustand der Coolness.

Fotos: Oberlippenflaum von alexik // CC BY-SA 2.0 | Zirkus von bilderheld // CC BY-SA 2.0 | Manege von hbp_pix // CC BY 2.0

Anmeldung

Sehr geehrter Herr Axel,

hiermit melden wir uns feierlich zum ehrenhaften 3-Jahres-Wettkampf an.
Das Team “Plan C – Stars in der Manege” wird Ihnen eine Lektion erteilen.
Bereiten sie sich vor.

Hochachtungsvoll,
Silvie
Lena
Miriam
und die Geheimwaffe: Oliver

P.S.: Das hätten Sie wohl nicht gedacht. Haha.